Es ist soweit…. ein Fazit

Es ist so weit, dies ist der letzte Blogeintrag. Wir möchten kurz ein Fazit ziehen, berichten, wie es uns ergangen ist und uns verabschieden.

Blog:
Für uns beide war es das erste Mal, dass wir einen Blog geführt haben. Zu Beginn mussten wir uns zuerst mit der Technik vertraut machen. Eine Hilfe waren sicher die zahlreichen Tutorials. Die Aufgabenstellung verlangte ja einen „Wissenschaftlichen Blog“, was es zum Teil erheblich erschwerte einfach los zu schreiben. Andererseits denke ich, haben wir uns gerade deshalb tiefer ins Thema eingearbeitet.

Thema:
Das Thema „Smart City“ ist besonders spannend, da es aktuell ist und viele unterschiedliche Themengebiete anschneidet. Durch die Breite des Themas war es schwierig einzugrenzen, welche Themen wir behandeln wollten und welche nicht. Wir haben uns dann für die wichtigsten Teilbereiche entschieden.

Unterrichtseinheit:
In unserer Unterrichtseinheit versuchten wir der Klasse zu vermitteln, dass all diese Entwicklungen nicht mehr nur in der Theorie bestehen, sondern schon bald auch im Alltag genutzt werden können.
Wir hoffen, wir konnten bewusst machen, dass sich alle Gedanken zu diesem Thema machen müssen.

Allgemein:
Unser Blog konnte den Lesern einen kleinen Einblick in das Thema „Smart City“ geben. Besonders freuen wir uns natürlich, wenn sich der eine oder andere weiter damit befasst. Wir werden das auf jeden Fall tun, nicht mehr als Verfasser, sondern nur noch als Leser.

Danke!
Wir möchten uns bei allen für das Interesse an den Artikeln und dem Thema bedanken.

Als Schlusswort können wir nur noch sagen, dass wir gespannt in die Zukunft blicken.
Denn die grosse Frage bleibt: Wie smart wollen und werden wir sein?

Gedanken von Studenten zu „Smart City“

Wie bereits zu lesen war, sind wir zwei Studentinnen, die diesen Blog für einen Leistungsnachweis führen. Zu diesem Leistungsnachweis gehörte auch, eine Unterrichtseinheit für unsere Kommilitonen zu diesem Thema zu gestalten. Diese mussten sich dabei in Gruppen zu vier verschiedenen Themen differenzierte Gedanken machen und diese auf einem FlipChart zu Papier bringen. Die Ergebnisse dazu, werden nun in diesem Blogeintrag vorgestellt.

1. Gruppe: Smart Living – Intelligente Häuser

Die erste Gruppe hatte den Auftrag, sich vorzustellen, in einem sogenannten „intelligenten Haus“ zu wohnen (s.a. Blogeintrag „Smart Living“). Die Gruppe diskutierte, ob sie grundsätzlich bereit wäre, in einem solchen Haus zu wohnen, des Weiteren wurden die Vor- und Nachteile von „intelligentem Wohnen“ angeschaut.

Die Gruppe kam zu dem Ergebnis, dass sie eher nicht in einem solchen Haus leben  möchte. Dazu gaben vor allem die Abhängigkeit und Bequemlichkeit sowie Angst vor Unzuverlässigkeit und Stromausfall den ausschlaggebenden Punkt. Die Gruppe fand aber auch positive Aspekte zu dieser Thematik, genannt wurden dazu die gesteigerte Sicherheit, sowie das grosse und zusammenspielende Multimediaangebot.

FlipChart - entstanden in der Unterrichtseinheit

FlipChart – entstanden in der Unterrichtseinheit

2. Gruppe: Smart People – Wie smart möchten Sie sein?

Mit einem Video über die „Google Brille“ wurde der zweiten Gruppe der Auftrag gegeben über den Begriff „Smart People“ zu diskutieren. Ziel war es herauszufinden, wie smart man sein möchte und ob man dazu immer und überall vernetzt sein sollte bzw. möchte.

Für die Gruppe war relativ schnell klar, dass für sie die Benutzung einer „Google Brille“ sowie die digitale Vernetzung in allen Lebensbereichen eher negativ behaftet ist. In der Kritik wurden vor allem Aspekte genannt wie die Beschränkung der face-to-face Kommunikation, die grossen Datensammlung (Einschränkung der Anonymität), sowie der Gedanke, dass die Techniken oft für Spielereien statt für intelligente Zwecke verwendet werden.

3. Gruppe: Smart Environment

Die dritte Gruppe bekam den Auftrag, sich zum Thema „Smart Environment – Urban Gardening“ Gedanken zu machen. Um sich einen Überblick zur Thematik zu machen wurde eine Präsentation vorgestellt. Die Gruppe sollte sich danach Gedanken zu der Frage machen, ob sie die Idee von Urban Gardening sinnvoll finden, sowie die Vor- und Nachteile dazu diskutieren.

Die „Urban Gardening-Idee“ wurde von der Gruppe positiv aufgenommen. Es wurden verschiedenste Vorteile, von Entspannung bis zur positiven Öko-Bilanz, genannt. Die Gruppe kam jedoch zum Schluss, dass es sich bei Urban Gardening auch um einen Trend handeln könnte, der im Moment sehr beliebt ist, aber in Vergessenheit geraten könnte.

4. Gruppe: Smart Mobility

Die letzte Gruppe widmete sich dem Thema „Smart Mobility“. Sie sollten sich mit Smartphone-Apps beschäftigen, die es zu diesem Thema bereits gibt. Vor- und Nachteile, sowie Einsatzfelder sollten dazu erörtert werden.

Diese Gruppe fand die vorgestellten Apps (Suche von Mitfahrgelegenheiten, Suche von Parkplätzen) grösstenteils praktisch. Ausserdem wurden die Umweltfreundlichkeit und die Kombinierbarkeit positiv bewertet. Als Nachteile wurde beispielweise die beschränkte geologische Einsetzbarkeit genannt.

FlipChart - entstanden in der Unterrichtseinheit

FlipChart – entstanden in der Unterrichtseinheit

Rückblickend auf diese Unterrichtseinheit kann das folgende Fazit gezogen werden: Die Kommilitonen fanden die Teilbereiche von „Smart City“ durchaus spannend und interessant. Es wurde aber auch Kritik geübt und einige negative Aspekte wurden besprochen.
Für uns war diese Unterrichtseinheit sehr spannend – vor allem auch um Gedanken von Personen zu erhalten, die sich (bis anhin) nicht tiefgreifend mit solchen Thematiken beschäftigt hatten.

Chancen und Risiken der Smart Cities

Momentan gibt es einige Projekte neue, intelligente Städte aus dem Boden zu stampfen. Die grössere Herausforderung ist es jedoch schon bestehende Städte zu Smart Cities weiterzuentwickeln. Dies ist dringend nötig. Nur schon in Europa wohnen 70% der Menschen in Städten. Dort benötigen sie 70% der Energie und sind verantwortlich für 75% des Ausstosses von Treibhausgasen. Die Stadtbewohner brauchen Nahrung, effiziente Transportmöglichkeiten- und genügend Wohnraum. Schon jetzt ist nicht in allen Städten geregelt und gesichert, wie man dies gewährleisten kann.

Ein komplexes Gefüge, wie eine Stadt, lässt sich nicht so leicht ändern. Wenn zum Beispiel ein neuer Bahnhof wichtig wäre, damit der öffentliche Verkehr effizienter funktionieren kann, ist es selten möglich einfach ein paar Häuser Blocks abzureissen. Mit solchen Problemen haben heutige Städteplaner sehr zu kämpfen. Für solche Probleme müssen Lösungen gefunden werden, wenn sich eine Stadt weiterentwickeln soll.

Wie in vorherigen Beiträgen erwähnt, werden intelligente Städte flächendeckend mit Sensoren ausgerüstet um Daten zu allen möglichen Gebieten zu erheben.
Sensoren sind mit dem Internet verbunden. Das birgt zusätzliche Herausforderungen. Die meisten Sensoren funken ihre Informationen drahtlos an eine Station, die sie ins Netz einspeist. Dabei kommen ihnen Signale anderer Geräte in die Quere, Smartphones, WLAN Router oder Hitze sind ein paar Beispiele. Trotz aller technischen Möglichkeiten birgt eine grossflächige Vernetzung der Städte auch Risiken. Wie sollen all diese Sensoren mit Strom versorgt werden? Es wird fieberhaft an diesem Problem gearbeitet. Forscher entwickeln immer sparsamere Sensoren, welche zum Beispiel mithilfe von Sonnenkollektoren mit Strom versorgt werden.

Das grösste Problem wird jedoch, ob und inwieweit die Stadtbewohner bereit sind Informationen über sich preiszugeben. Denn ein Teil eigentlich privater Daten muss öffentlich genutzt werden können um eine grossflächige Vernetzung überhaupt zu ermöglichen. Die Diskussion über das Gleichgewicht von Offenheit und Privatsphäre ist bereits im Gange. Es muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Informationen er offenlegen möchte. Jedoch lässt sich die Vision einer „Smart City“ nur umsetzen, wenn die Menschen dazu bereit sind. Die Bewohner müssen ihrem Staatssystem vertrauen und Regierungen müssen verantwortungsvoll und transparent mit den erhobenen Daten umgehen können. Es müssen klare Datenschutz Gesetze und Richtlinien definiert werden. Datenschutz bedeutet aber nicht für alle Staaten dasselbe. Es muss aber in Zukunft eine Einigung geben. Sonst können die Bevölkerungen nie darauf vertrauen, dass ihre Daten nicht von jemandem missbräuchlich verwendet werden.

Als Erstes müssen wir alle uns aber mit all diesen Fragen auseinandersetzen. Was sind wir bereit preis zu geben, damit wir in „Smart Cities“ leben und von all den neuen Entwicklungen profitieren können?

Quellen:

Jaekel Michael, Bronnert Karsten (2013). Die digitale Evolution moderner Städte
Wiesbaden: Springer Fachmedien

Grötelüschen Frank (2012). Smarte Städte
http://www.heise.de/tr/artikel/Smarte-Staedte-1417926.html (8.6.2013)

Schlüter Nora(2013). Deine Stadt spricht zu dir!
http://www.newscientist.de/inhalt/smart-cities-so-sieht-unser-leben-in-der-stadt-der-zukunft-aus-a-886347.html (8.6.2013)

Smart Cities – Beispiele aus der Schweiz

Wenn bei google.ch nach „Smart City“ und „Schweiz“ gesucht wird, wird als erster Treffer die Webseite www.smartcity-schweiz.ch angezeigt. Diese Webseite wird im Auftrag des Bundesamts für Energie durch die Organisation „Energie Schweiz“ betrieben. Wie die beteiligen Institutionen vermuten lassen, beschäftigt sich ein Grossteil der Smart City Initiativen in der Schweiz vor allem mit „Smart Enivronment“, dem ökologischen Aspekt der Smart Cities. Das folgende Modell zeigt auf, wie die Kernaspekte von Smart City in der Schweiz gesetzt wurden. Neben den organisatorischen Aspekten, treten bei dem Modell vor allem Themenbereich wie Energieplanung, Energieverbrauch, intelligentes Wohnen und Mobilität auf.
Quelle: http://www.smartcity-schweiz.ch/de/themenbereiche/
Quelle: http://www.smartcity-schweiz.ch/de/themenbereiche/

Ein bekanntes Beispiel, das in der Schweiz bereits an einigen Orten eingesetzt wird, ist das „Smart Metering“. Unter diesem Begriff wird das intelligente Messen des Stromverbrauches verstanden. „Smart Metering“ ist ein Teil des „Smart Grid“ bzw. dem intelligenten Stromnetz. Mit den sogenannten „Smart Meter“ wird (wie seit eh und je) der Stromverbrauch gezählt, aber zusätzlich zu dieser Funktion wird nun ein Verbraucherprofil erstellt. Anhand dieser Verbraucherprofile kann der eigene Stromverbrauch analysiert und verbessert werden. Ziel der Einführung von Smart Metering ist es den Energieverbrauch und auch die Energiekosten zu senken. Zum Beispiel installieren die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich aufgrund eines Smart Meterings-Projekt jährlich rund 25’000 Smart Meter.
Natürlich gibt es auch noch andere Projekte des Staates, die sich nicht nur mit den umweltlichen Aspekten beschäftigen. Ausserdem gibt es neben diesen staatlichen Initiativen in der Schweiz auch weitere Institutionen, die sich mit dem Thema „Smart City“ beschäftigen. Wie Hochschulen (z.B. die Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne), oder private Unternehmen (z.B. die Greencity in Zürich der Losinger-Marazzi AG).

Eine Übersicht über Projekte, Publikationen und Programme in der Schweiz, bietet diese Datenbank.

Bundesamt für Energie et al. (2013). Smart City Schweiz. http://www.smartcity-schweiz.ch/de/ (31.05.2013)
Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (2013). Mit Smart Metering in die Zukunft. http://www.ekz.ch/content/ekz/de/umwelt/smartgrid/smart-metering/pilotprojekt.html#tab2 (31.05.2013)
ewz Stadt Zürich (2013). Smart Metering. http://www.stadt-zuerich.ch/ewz/de/index/netz/smart_metering.html (31.05.2013)

Staatliche Initiativen

In den nächsten Beiträgen unseres Blogs, werden wir Einsatzbeispiele von „Smart City“-Projekten aus verschiedenen Sichtweisen vorstellen. Dieser Blogeintrag widmet sich Projekten von Regierungen. (Die Schweiz wir hier vorerst nicht erwähnt, ein eigener Blogeintrag wird sich diesem Thema widmen).

Als erstes wird das Projekt der Stadt Wien vorgestellt, das wir bis anhin bereits mehrmals erwähnt haben. Das Projekt entstand 2010, mit einem ambitionierten Ziel: „Wir wollen uns von Anfang bemühen, bei Smart Cities eine führende Rolle in Europa zu spielen.“ Somit wurden bereits bestehende Massnahmen diesem Projekt zugeordnet und auch neue Massnahmen ergriffen. Viele dieser geplanten Projekte werden zwar durch die Regierung öffentlich ausgeschrieben, aber meistens durch die Mitarbeit von privaten Unternehmen realisiert.

In Wien wurde entschieden, sich in den Teilgebieten „Smart Mobility“, „Smart Energy“ und „Smart Infrastructure“ zu vertiefen. Diese drei Gebiete sind eng verbunden, viele der geplanten Projekte betreffen alle Teilgebiete. Vor allem in dem ökologischen Bereich (z.B. Stromverbrauch) konnte die Stadt bereits einige Fortschritte erzielen. Die Stadt Wien denkt zukunftsorientiert, in einem dreiphasigen Plan diskutiert die Stadt bereits heute über allfällige Massnahmen und Entwicklungen bis ins Jahr 2015.

Zusammenfassend bleibt zu den „Smart City“-Projekten der Regierungen das folgende zu sagen:

Für Regierungen ist es einerseits wichtig, durch die Innovation von solchen Projekten Steuergelder zu sparen und vor allem auch ökologische Projekte zu fördern. Ausserdem ist es aber auch ein Ziel der Regierungen, durch Innovation zu einem attraktiveren Standort zu werden. Oft werden die Projekte nicht ausschliesslich durch die Regierungen durchgeführt, beispielsweise Unternehmen oder Hochschulen beteiligen sich oft an diesen Projekten.

Es gibt noch unzählige weitere staatliche Projekte, die wir aber leider nicht alle vorstellen können. Zum Beispiel: San Francisco, Japan, Malta

Wiener Stadtwerke (2011). Smart City: Begriff, Charakteristika und Beispiele. http://www.nachhaltigkeit.wienerstadtwerke.at/fileadmin/user_upload/Downloadbereich/WSTW2011_Smart_City-Begriff_Charakteristika_und_Beispiele.pdf (18.04.2013)

Smart City Wien (2011). „smart city Wien“ als Sprungbrett Wiens in die Europäische Technologie- und Klimaschutzzukunft. http://www.tinavienna.at/assets/Newsletter/smartcityWienabstractdeutsch110607.pdf (25.05.2013)

Smart Living

Smart living

„Smart Living“ bedeutet auf Deutsch so viel, wie intelligentes Wohnen. Intelligentes Wohnen bezeichnet technische Verfahren im privaten Wohnbereich, bei denen Geräte eingesetzt werden, die aufgrund einer Datenvernetzung und Fernsteuerbarkeit zusätzliche Funktionen bieten. Die Hauptziele des Bereiches „Smart Living“ sind einerseits die Unterstützung … Weiterlesen